Das Martinsfest zum Gedenken an den heiligen Martin von Tours ist uralte Tradition. Und auch wenn er in unterschiedlichen Gegenden und in anderen Ländern anders heißt und etwas anders gefeiert wird, so hat er überall den gleichen Ursprung und den gleichen Zweck.

Im Rheinland und bei uns an der FvB ist das natürlich nicht anders. Wie überall sonst auch ziehen unsere Kinder mit ihren selbstgebastelten, teils sehr kreativen und stets wunderschönen Laternen durch die anliegenden Straßen und singen dabei mehr oder weniger lautstark die überlieferten Martinslieder. Begleitet werden Sie von einer Blaskapelle sowie von ihren Eltern, Großeltern und Geschwistern. Und der heilige Martin auf seinem Schimmel darf auch nicht fehlen.

Der Umzug endet bei uns auf dem Schulhof mit einem großen Feuer – zumindest war das bisher so, seit diesem Jahr bin ich für die Organisation und also für dieses Feuer zuständig und werde alles tun, damit es dieses Mal wie auch zukünftig genauso reibungslos klappt, wie wir es aus der Vergangenheit gewohnt waren. Es gibt Punsch (auch für die Kinder, aber der kommt aus einem anderen Topf!) und kleine Leckereien, die Kinder toben meist noch auf dem Schulhof herum, als wenn sie zum ersten Mal da wären und die Eltern nutzen die Gelegenheit, um zu quatschen. Zum Schluss bekommt jedes Kind seinen Weckmann, der übrigens anderswo auch Stutenkerl genannt wird.

Die uralte Tradition ist vielleicht der Grund, warum wir uns jedes Jahr zum Martinsfest an unserer FvB treffen. Aber mal ganz ehrlich - der Antrieb, es zu tun, ist ein anderer: Das Zusammensein, das Gemeinsame, der Glanz des Martinsfeuers in hunderten Kinderaugen, glückliche Gesichter und Krümel vom Weckmann auf Jacken und Ärmel. So sehe ich das wenigstens.